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Kaltwintergarten – Vorteile, Bauarten, Materialien und Kosten

Ein Kaltwintergarten ermöglicht Ihnen im Handumdrehen die unkomplizierte Aufwertung Ihrer Immobilie und Erweiterung der bewohnbaren Fläche. Erschaffen Sie sich einen zusätzlichen Raum, der Ihnen dank der großzügigen Glasfronten zu jeder Jahreszeit einen unverbauten Blick in das üppige Grün Ihres Gartens ermöglicht – und das ohne langwierige Planungsphase! Dieser Ratgeber gibt Ihnen eine ausführliche Definition für die verschiedenen Arten von Wintergärten, und komprimiert die wichtigsten Aspekte rund um die Planung, den Kauf sowie die Ausstattung Ihres neuen Kaltwintergartens.

Wintergarten, Kaltwintergarten, Sommergarten, Wohnwintergarten?

Der Begriff Wintergarten ist im alltäglichen Sprachgebrauch die gängigste Bezeichnung für einen ganzjährig nutzbaren, lichtdurchfluteten Anbau aus Glas. Wenn Sie in die Planung für Ihren Wintergarten gehen, werden Sie früher oder später auf die Begriffe Kalt-, Warm- oder Wohnwintergarten stoßen. Doch wo liegt hier eigentlich der Unterschied?

Kaltwintergarten

Der Kaltwintergarten, auch Sommergarten genannt, ist ein Glasanbau, der durch die Kombination von Terrassenüberdachung und perfekt schließenden Vorder- und Seitenwänden entsteht. Er gilt nicht als Wohnraum, schützt aber zuverlässig vor Wind und Regen. Wichtig für die Unterscheidung zum Warmwintergarten ist, dass der Kaltwintergarten laut Baurecht unbeheizt sein muss – er darf also nicht mit dem permanenten Heizsystem des Hauses verbunden sein. Die Planungsphase für einen kalten Wintergarten fällt im Vergleich zum Wohnwintergarten moderat aus, ebenso verhält es sich mit den entstehenden Kosten. Eine Baugenehmigung für den Kaltwintergarten ist je nach Bundesland nur ab einer bestimmten Größe erforderlich.

Vorteile eines Kaltwintergartens:

  • Erweiterung der Wohnfläche
  • Besondere Optik des Wohnraumes
  • Blick ins Grüne
  • Lichtdurchfluteter Innenraum
  • Überschaubare Vorbereitungen und Planung
  • Moderate Kosten

Einsatzmöglichkeiten von Kaltwintergärten:

  • Nutzung der Terrasse bei schlechten Witterungsverhältnissen
  • Winterquartier für robuste Kübelpflanzen
  • Vielseitig nutzbarer Hobbyraum

Warm- oder Wohnwintergarten

Der Warmwintergarten wird auch Wohnwintergarten genannt, und stellt im Vergleich zum Kaltwintergarten per Definition eine permanente Wohnraumerweiterung dar. Der ganzjährig nutzbare, beheizte Glasanbau erfordert einen akribischen Planungsaufwand, und ist deutlich kostenintensiver als der Bau eines Kaltwintergartens. Mitunter müssen Sie auch darauf achten, dass Sie die Vorgaben der Energieeinsparverordnung einhalten. Die Auswahl des richtigen Glases sowie Dämmung, Heizung und Sonnenschutz sind also essenzielle Aspekte. Da es sich um einen Anbau am Haus handelt, ist die vorherige Abklärung und Genehmigung durch das örtliche Bauamt zwingend erforderlich.

Mittelwarmer Wintergarten

Mittelwarme Wintergärten stellen in beinahe allen Punkten eine Mischform zwischen Kalt- und Warmwintergärten dar. Die Vorgaben der Energieeinsparverordnung und Anforderungen an die Dämmeigenschaften sind weniger streng als bei warmen Wintergärten. In den mittelwarmen Wintergärten wird während der Heizperiode eine Temperatur zwischen 12 und 19 Grad angestrebt.

Kaltwintergarten-Wohnwintergarten: Die wichtigsten Unterschiede im Überblick

Kaltwintergarten Warmwintergarten
Wohnraum nein ja
Beheizt nein ja
Fundament nicht zwingend erforderlich zwingend erforderlich
Planungsaufwand gering hoch
Baugenehmigung

je nach Bundesland und Größe

immer
Kostenaufwand niedrig hoch
Umbaumaßnahmen am Haus niedrig hoch
Energiesparverordnung muss nicht berücksichtigt werden muss berücksichtigt werden
Temperatur über das Jahr zwischen 0 und 12 Grad über 19 Grad

Kaltwintergarten –Verglasung im Überblick

Kaltwintergärten werden als Erweiterung der Terrassenüberdachung in der Regel mit wenig Planungsaufwand und geringen Umbaumaßnahmen an die bestehende Immobilie angebaut. Hierfür eignen sich entweder die dafür vorgesehenen Kaltwintergärten oder aber die handelsüblichen Anlehngewächshäuser. Außerdem gibt es freistehende Kaltwintergärten, die sich wunderbar in die Landschaftsarchitektur Ihres Gartens integrieren lassen. Des Weiteren haben Sie die Möglichkeit, sich für ein Wunschmodell aus Echtglas oder mit Kunststoffverglasung zu entscheiden.

Verglasung des Kaltwintergartens

Kunststoff-Paneele oder doch lieber Glaselemente aus Echtglas – diese Frage gilt es zu Beginn der Planungsphase für Ihren Kaltwintergarten zu beantworten. Beide Materialien bringen Vor- und Nachteile in Bezug auf folgende Aspekte mit sich: UV-Schutz, Wärmespeicherung, Schlag-/Kratzfestigkeit, Kosten und Anforderungen an die Montage.

Kaltwintergarten aus Kunststoff-Verglasung

Moderne Herstellungsverfahren und ein über viele Jahrzehnte gewachsener Erfahrungsschatz haben Kunststoffpaneele hervorgebracht, die extrem hohen Qualitätsstandards entsprechen. Aus diesem Grund findet die Verglasung aus Kunststoff heutzutage in sehr vielen Bereichen ihren Einsatz. So werden z. B. Terrassenüberdachungen, Gewächshäuser und Wintergärten aus diesem äußerst robusten Material gefertigt.

Wie wird die Kunststoffverglasung eingesetzt? Die meisten Wintergarten-Modelle sind folgendermaßen konzipiert: Die Dächer werden aus hochwertigen Polycarbonat-Doppelstegplatten hergestellt, und die Seitenwände bestehen oft aus Acrylglas. Die verschiedenen Materialien bieten dabei jeweils ihre eigenen Eigenschaften mit unterschiedlichen Vor- und Nachteilen.

Polycarbonat-Doppelstegplatten – was ist das eigentlich?

  • Doppelstegplatten werden meist zur Eindeckung des Dachs verwendet.
  • Zwei Kunststoffplatten sind durch eine große Anzahl an gleichmäßig angeordneten Kunststoff-Stegen miteinander verbunden.
  • Zwischen den Verbindungspunkten ergeben sich Hohlräume, die das Material leicht und stabil machen.

Eigenschaften Polycarbonat:

  • Thermoplastisches Polymer, hält hohen Temperaturen stand
  • Glasklare Transparenz
  • Einsatz bei Terrassendächern, Gewächshäusern, Wintergärten
  • Hohe Schlagfestigkeit: bis zu 250-mal stärker als gewöhnliches Glas

Eigenschaften von Polycarbonat-Doppelstegplatten

  • Geringes Eigengewicht
  • Leichte und ungefährliche Montage
  • Montage ohne spezielle handwerkliche Fähigkeiten möglich
  • Günstige Anschaffungskosten
  • Große Spannweiten in der Abdeckung realisierbar
  • 100 % UV-resistent
  • Hoher Isolierungswert

Eigenschaften von Acrylglas:

  • Geringes Eigengewicht
  • Wird oft für die Wände der Kaltwintergärten verwendet
  • Thermoplastisches Polymer
  • Niedriges Eigengewicht
  • Gute Schlagfestigkeit
  • Lichtdurchlässig und UV-stabil
  • Hitze- und frostbeständig
  • Kratzempfindliche Oberfläche
Palram - Canopia Aluminium Wintergarten Ledro Palram - Canopia Aluminium Wintergarten Ledro

Kaltwintergarten aus Echtglas-Verglasung

Kaltwintergärten aus Glas sind ein absoluter Klassiker und ein besonderer Blickfang an Ihrem Haus oder in Ihrem Garten. Neben der hochwertigen Optik ist auch die leichte Reinigung ein großer Vorteil, denn von der glatten Oberfläche des echten Glases lässt sich Schmutz ganz leicht mit dem Gartenschlauch entfernen. An sensiblen, bruchgefährdeten Stellen geht das ebenso gut per Hand mit einem Schwamm. Eine leicht zu reinigende und dadurch stets saubere Oberfläche erlaubt eine maximalen Lichteinfall. Ähnlich wie bei den Kunststoff-Wintergärten wird in der Regel für das Dach ein anderes Glas verwendet als für die Wände. So kommt für die Dächer der Kaltwintergärten gerne Nörpelglas zum Einsatz, während für die Seitenwände Isolierglas (Gartenblankglas) verwendet wird.

Eigenschaften von Isolierglas, auch Gartenblankglas genannt:

  • Hohes Eigengewicht
  • Kristallklar
  • Bruchsicher und sehr stabil
  • Elegante Optik
  • Wind- und wasserdicht
  • Mittlerer Isolierungswert, gegebenenfalls Dämmung erforderlich
  • 90 % Lichtdurchlässigkeit
  • Glashauseffekt

Eigenschaften von Nörpelglas:

  • Eine Seite des Glases ist strukturiert, also genörpelt
  • Nicht durchsichtig
  • Eindringende Sonnenstrahlen werden durch die Nörpelung gebrochen
  • Setzt leichter Schmutz an
  • Mittlerer Isolierungswert
Die Vor- und Nachteile der verschiedenen Verglasungen im Überblick
Acrylglas Polycarbonat-Doppelstegplatten Gartenblankglas Nörpelglas
Kosten Günstig Günstig Hochpreisig Hochpreisiger
Gewicht Leicht Leicht Schwer Schwer
Montage Anfängerniveau Anfängerniveau Fortgeschritten Fortgeschritten
UV-Schutz Hoch bis sehr hoch Sehr hoch Niedrig Mittel
Lichtdurchlässigkeit Ø 90 % Ø 80 % Ø 90 % Ø unter 90 %
Wärmespeicherung Gut Sehr gut Befriedigend Befriedigend
Bruchsicherheit Gut Sehr gut Befriedigend Befriedigend
Kratzfestigkeit Ausreichend Gut Sehr gut Sehr gut
Reinigung Schwierig Mittel Sehr leicht Leicht
Optik Einfach Einfach Edel Edel
Dämmung ggf. erforderlich? Nein Nein Ja Ja

Kaltwintergarten Bauarten

Kaltwintergärten mit Schiebetüren, freistehende Wintergärten oder eine an das Haus angelehnte Variante – die Auswahl innerhalb der verschiedenen Modelle der Kaltwintergärten ist groß. Entscheiden Sie, welches Modell am besten zu Ihren Anforderungen, der Immobilie oder dem dafür angedachten Standort passt.

Kaltwintergarten mit Schiebetüren

Kaltwintergärten mit Schiebetüren sind als freistehende oder angelehnte Variante erhältlich. Die Schiebetüren ermöglichen eine optimale Luftzirkulation im Wintergarten. Dadurch wird das Raumklima positiv beeinflusst, und das Entstehen von Kondenswasser und Feuchtigkeit kann eingedämmt werden. Außerdem lässt sich Ihr Wintergarten durch die leicht zu öffnenden Schiebetüren einfach und schnell mit Pflanzen sowie Mobiliar bestücken.

Kaltwintergarten freistehend

Freistehende Kaltwintergärten fügen sich besonders idyllisch ins heimische Grün ein. Umgeben von einem urigen Baumbestand und schön angelegten Blumenbeeten offeriert die freistehende Variante Ihnen einen unverbauten Blick in den Garten. Da die Sonne bei den freistehenden Modellen je nach Grundstück den ganzen Tag den Wintergarten erreicht, achten Sie bei der Einrichtung auf lichtunempfindliches Mobiliar und sonnentaugliche Bepflanzung.
Tipp:
Orangerie – der nostalgische Hybrid aus Gewächshaus und Kaltwintergarten.

Die Orangerie findet ihren Ursprung ungefähr im 17 Jahrhundert, und ist rein optisch die nostalgischste Variante eines Gewächshauses bzw. Kaltwintergartens. Ursprünglich wurde die Orangerie zur Züchtung und Überwinterung von Zitrusfrüchten wie z. B. Orangen verwendet, daher leitet sich auch der Name des opulenten Glashauses ab. Doch wo liegt der Unterschied zum klassischen Gewächshaus?Ausschließlich große Gewächshäuser sollten als Orangerie verwendet werden.

  • Die Glaselemente bestehen meist aus Echtglas.
  • Der höhere Dachfirst ermöglicht das Bestücken mit einladendem Mobiliar, und garantiert Bewegungsfreiheit.
  • Die Architektur dieser speziellen Kaltwintergärten ist historisch inspiriert, und verspielte Verzierungen im Vintage-Look unterstreichen das antike Ambiente des Glashauses.
  • Anlehngewächshaus als Kaltwintergarten

    Anlehngewächshäuser können ohne Weiteres zum Kaltwintergarten umfunktioniert werden, denn die solide Hauswand bietet dem Gewächshaus ausreichend Stabilität, um als Wintergarten genutzt zu werden. Optisch unterscheiden sich die angelehnten Gewächshäuser kaum von den als Kaltwintergarten konzipierten Modellen. Zur Auswahl stehen Ihnen Anlehngewächshäuser aus Kunststoff oder Anlehngewächshäuser aus Glas.

    Bau und Planung des Kaltwintergartens

    Ein Kaltwintergarten ist meist sehr viel günstiger zu errichten als ein ganzjährig nutzbarer Wohnwintergarten, und bedarf auch eines deutlich niedrigeren Planungsaufwandes. Das liegt unter anderem an folgenden Aspekten:

    • Die bei der Planung eines Wohnwintergartens zu berücksichtigenden Mindestanforderungen in Bezug auf die Energiesparverordnung fallen weg.
    • Für die durchschnittlich großen Kaltwintergärten ist meist keine Baugenehmigung erforderlich.
    • Die Umbaumaßnahmen am Haus fallen sehr gering aus, denn es müssen nicht zwingend Wände eingerissen werden.

    Kaltwintergarten Bodenaufbau

    Kaltwintergärten stellen im Prinzip die aufwendige Erweiterung einer gewöhnlichen Terrassenüberdachung dar. Der zu errichtende Bodenbelag hängt davon ab, ob der Kaltwintergarten:

    1. auf einer bestehenden Terrasse errichtet wird.

    2. komplett neu aufgebaut wird.

    Bodenaufbau auf einer bestehenden Terrasse:

    Die meisten Terrassen sind mit Natursteinplatten oder Waschbetonplatten ausgelegt. In diesem Fall reicht es aus, wenn Sie den bereits vorhandenen Boden mit einem Überbau aus Holz oder Kunststoff versehen. Der vorliegende Boden fungiert gleichzeitig auch als Fundament für Ihren Kaltwintergarten. Der klassische Kaltwintergarten kommt ohne Wärmedämmung aus, aus diesem Grund muss der Boden keine spezielle Wärmeisolierung aufweisen.

    Bodenaufbau bei einem Kaltwintergarten-Neubau:

    Als Fundamt für den Neubau eines Kaltwintergartens reicht es meist aus, ein Streifen- oder Punktfundament aus Beton auf eine dafür vorgesehene Schicht aus Schüttgut wie Kiesel oder Schotter zu gießen. Als Bodenbeläge kommen folgende frostresistente Materialien in Betracht:

    • Winterfeste Fliesen
    • Bodenaufbauten aus Beton oder Estrich
    • Natursteinplatten
    • Holzdielen für den Außenbereich
    Tipp:
    Von PVC als Bodenbelag für den Kaltwintergarten raten wir eher ab. Durch Feuchtigkeit entsteht unter Umständen Kondenswasser, welches den Boden sehr rutschig werden lässt!

    Kaltwintergarten Baugenehmigung*

    Bundesland Link Baugenehmigung erforderlich
    Baden-Württemberg 50 Abs. 1 LBO Fläche größer als 20 m² und 75 m³ Volumen
    Bayern Art. 57 BayBO Immer
    Berlin § 62 BauOBln Immer
    Brandenburg § 61 BbgBO Fläche größer als 20 m² und 75 m³ umbauter Raum
    Bremen § 61 BremLBO Fläche g als 30 m² und 2,50 m Tiefe
    Hamburg

    § 60 HBauO in Verbindung mit Anlage 1

    Fläche größer als 30 m² und ab 3 m Tiefe
    Hessen § 63 HBO Größer als 20 m² Fläche und ab 75 m³ umbauter Raum
    Mecklenburg-Vorpommern § 61 LBauO M-V Immer
    Niedersachsen § 60 Abs. 1 NBauO (siehe Anhang) Fläche größer als 30 m² und ab 3 m Tiefe
    Nordrhein-Westfalen §§ 65, 67 BauO NRW Fläche größer als 25 m²
    Rheinland-Pfalz § 62 LBauO Größer als 50 m² Fläche Gebäudeklassen 1 bis 3
    Saarland § 61 LBO Fläche größer als 20 m² und 75 m³ umbauter Raum
    Sachsen § 61 SächsBO Fläche größer als 30 m² und ab 3 m Tiefe
    Sachsen-Anhalt § 60 BauO LSA Fläche größer als 30 m² und ab 3 m Tiefe
    Schleswig-Holstein § 63 BauO S-H Fläche größer als 20 m² Grundfläche und ab 3 m Tiefe
    Thüringen § 60 ThürBO Fläche größer als 20 m² Grundfläche und 75 m³ (Stand 31.10.22)
    * Stand 11/22. Bitte informieren Sie sich vor dem Kauf des Kaltwintergartens trotz unserer Tabelle immer bei der örtlichen Behörde, denn die obigen Angaben stellen den aktuellen Richtwert dar, und können gegebenenfalls variieren.
    Palram - Canopia Aluminium Wintergarten Palram - Canopia Aluminium Wintergarten
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    Kaltwintergarten heizen

    Der klassische Kaltwintergarten darf nicht mit einer an die Heizanlage des Hauses gekoppelten Heizung, wie z. B. einer Fußbodenheizung, ausgestattet sein – ansonsten handelt es sich laut Baurecht nicht mehr um einen Kalt-, sondern um einen Wohnwintergarten. Allerdings sollten Sie sich Gedanken über die temporäre Möglichkeit der Beheizung des Anbaus machen. Denn nur so halten Sie den Kaltwintergarten auch bei kühleren Temperaturen bewohnbar, können Feuchtigkeit eindämmen oder empfindliche Topfpflanzen im Wintergarten überwintern.

    Folgende, flexible Möglichkeiten der Beheizung des Kaltwintergartens stehen Ihnen zur Verfügung:

    • Die Elektro-Gebläseheizung ist platzsparend, fix aufgestellt, und verspricht binnen weniger Minuten wohlige Wärme in Ihrem Kaltwintergarten.
    • Carbon Heizstrahler ermöglichen Ihnen auch in der kälteren Jahreszeit angenehme Stunden in Ihrem Kaltwintergarten. Bei der Installation ist besonders bei den Kunststoff-Kaltwintergärten etwas Vorsicht geboten, denn der Heizstrahler darf auf keinen Fall zu nah am verbauten Kunststoff montiert werden.
    • Abgesehen von den flexibel aufstellbaren Heizgeräten hat die Ausrichtung Ihres Kaltwintergartens einen nicht unerheblichen Anteil am Raumklima Ihres Wintergartens. So versprechen eine Süd- und Westausrichtung des Kaltwintergartens einen hohen Sonneneinfall, womit zusätzliche Wärme und somit ein angenehmeres Raumklima erzeugt wird.

    Von folgenden Heizsystemen für den Kaltwintergarten sollten Sie unbedingt absehen:

    1. Gasheizung

    Ist in Ihrem Kaltwintergarten kein automatisches Belüftungssystem vorgesehen, könnte eine Heizung mit Gasbetrieb im Kaltwintergarten die Luftqualität derart beeinflussen, dass von einer Gefährdung Ihrer Gesundheit auszugehen ist.

    2. Holzofen

    Das Nachrüsten eines Holzofens ist je nach Haus aufwendig, außerdem darf ein Holzofen nur vom Fachmann installiert und abgenommen werden. Fraglich ist auch, ob es sich nach der Aufrüstung per Richtlinie immer noch um einen Kaltwintergarten handelt.

    3. „Heizen“ durch die offene Tür zum Wohnraum

    Klingt einfach, und ist es auch. Leider errichten Sie so aber eine Kältebrücke mit sehr starkem Temperaturunterschied zum Wohnhaus. Einerseits steigen dadurch die Heizaufwendungen für Ihr Wohnhaus, andererseits setzt sich durch den Temperaturunterschied im Kaltwintergarten das Kondenswasser stärker ab, was zu einem Dauerfeuchtigkeitsproblem führen kann, was wieder Schimmelbildung begünstigt.

    Beschattung des Kaltwintergartens

    Je nach Ausrichtung Ihres Wintergartens kann eine Beschattung erforderlich sein. So schützen Sie das Mobiliar oder die Pflanzen vor zu viel Sonnenlicht, und können auch bei Mittagssonne den Kaltwintergarten nutzen, ohne zu sehr geblendet zu werden. Grundlegend besteht bei den Möbeln die Gefahr, dass diese durch zu viel Sonnenbestrahlung „ausbleichen“, also an Farbe verlieren. Lichtempfindliche Pflanzen könnten Ihnen ohne adäquate Beschattung schlimmstenfalls eingehen.

    Doch welche Möglichkeiten der Beschattung gibt es für den Kaltwintergarten?

    Für einige Kaltwintergarten-Modelle gibt es dafür das passende Zubehör. Inliegende, nachrüstbare Jalousien sind fix montiert, und ersetzen die deutlich teurere Außenbeschattung durch eine Markise.

    Ausrichtung des Wintergartens

    Die Ausrichtung des Wintergartens hat Auswirkungen auf die Nutzbarkeit des Kaltwintergartens und die Qualität des Raumklimas. So kann die optimale Ausrichtung Ihnen in den Wintermonaten ein paar Extragrade bescheren. Wenn Sie den Wintergarten an ein bestehendes Haus anbauen möchten, sind Ihnen aufgrund der Architektur des Hauses und der Infrastruktur des Grundstücks mit Sicherheit ein paar Grenzen gesetzt. Somit kann die effiziente Ausrichtung des Wintergartens im Nachhinein eventuell schwierig werden. Doch welche Auswirkungen haben die jeweiligen Ausrichtungen eigentlich konkret?

    Ausrichtung nach Norden

    • Kein blendender Lichteinfall
    • Sonnenschutz ist nicht zwingend erforderlich
    • Angenehmes Raumklima für viele Pflanzen
    • Ideal für Büroräume und Ateliers
    • Im Winter muss potenziell ganztägig geheizt werden

    Ausrichtung nach Süden

    • Garantiert die meisten Sonnenstunden
    • Ganzjährige Nutzung möglich
    • Angenehme Wärme im Herbst, Winter und Frühjahr
    • Effektive Belüftung und Sonnenschutz im Sommer erforderlich!
    • Ideal für tropische und subtropische Pflanzen, auch zum Überwintern

    Ausrichtung nach Westen

    • Warme Nachmittags- und Abendsonne
    • Gespeicherte Wärme für die Nacht
    • Angenehme Abendstunden bei untergehender Sonne

    Ausrichtung nach Osten

    • „Im Osten geht die Sonne auf“ – dementsprechend lichtdurchflutet ist der Raum am Morgen.
    • Gut geschützt vor Nachmittagssonne
    • Ideal für Pflanzen, die keine direkte Sonneneinstrahlung vertragen

    Kaltwintergarten – Kosten des Projekts

    Der Preis Ihres Kaltwintergartens wird durch sehr viele Faktoren beeinflusst, was eine verbindliche Aussage über die Kosten für Ihren Wintergarten schwierig macht. Folgende Faktoren sind für den finalen Preis Ihres Kaltwintergartens ausschlaggebend:

    • Größe des Kaltwintergartens: je größer, desto hochpreisiger.
    • Material der Konstruktion: Soll der tragende Rahmen aus Kunststoff, Aluminium oder Stahl gefertigt sein?
    • Wünschen Sie einen Wintergarten aus Echtglas, oder dürfen die Paneele aus Kunststoff sein?
    • Ist bereits ein Bodenaufbau in Form einer Terrasse vorhanden?
    • Muss ein Fundament gegossen werden? Welche Art des Fundaments ist geplant? (Punktfundament, Streifenfundament?)
    • Ausstattung des Kaltwintergartens:
      o Welchen Bodenbelag möchten Sie verbauen?
      o Womit soll der Kaltwintergarten beheizt werden?
      o Welche Beschattung haben Sie vorgesehen? Außenliegende Markisen, oder inliegende Jalousien?
    • Werden Sie alle anfallenden Arbeiten in Eigenleistung erledigen, oder müssen Sie eine Firma beauftragen?
    • Falls eine Baugenehmigung erforderlich ist, fallen hierfür auch Kosten an. Diese variieren von Bundesland zu Bundesland.

    Nachfolgende Tabelle visualisiert die hohe Varianz innerhalb der möglichen Kosten. *

    Material Konstruktion Preis von/bis
    Anlehngewächshaus

    Kunststoff mit Kunststoff Verglasung

    Aluminium mit Echtglas

    1100 - 2800 €

    2600 - 9300 €

    Kaltwintergarten

    Aluminium o. Stahl mit Kunststoff Verglasung

    Aluminium mit Echtglas

    3300 - 10800 €

    2200 - 11000 €

    Mobile Heizung

    Elektro-Gebläse o. Heizstrahler

    Infrarot-Heizung

    100 - 200 €

    Ca. 300 €

    Inliegende Beschattung 300 - 850 €
    Fußboden

    Laminat

    Fliesen

    Vinyl

    Holzdielen

    Parkett

    Kork

    Ø 10 - 25 €/m²

    Ø 20 - 130 €/m²

    Ø 15 - 30 €/m²

    Ø 10 - 50 €/m²

    Ø 30 - 70 €/m²

    Ø 15 - 50 €/m²

    Fundament

    Streifenfundament inkl. Schalung

    Punktfundament pro Pfahl o. Säule

    Plattenfundament bei 20 cm Dicke

    Ø 180 €/m³

    Ø 500 - 700 €/m²

    Ø 70 €/m²

    * Stand 11/22. Die Preise stellen eine Momentaufnahme dar, und können saisonal variieren.

    Fazit

    Dank der verhältnismäßig kurzen Planungsphase, dem geringen Montageaufwand und den moderaten Anschaffungskosten stellt der Kaltwintergarten eine wunderbare Alternative zum Wohnwintergarten dar. Verlängern Sie mit einem kalten Wintergarten die Terrassensaison, und genießen Sie im Frühling, Sommer und im Herbst bei Wind und Wetter den wohltuenden Blick in den Garten und die Natur. Sie erschaffen einen Mehrwert für Ihre Immobilie, und ermöglichen sich einen unverbauten, permanenten Blick ins Grüne.

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    • Größe des Kaltwintergartens: je größer, desto hochpreisiger.
    • Material der Konstruktion: Soll der tragende Rahmen aus Kunststoff, Aluminium oder Stahl gefertigt sein?
    • Wünschen Sie einen Wintergarten aus Echtglas, oder dürfen die Paneele aus Kunststoff sein?
    • Ist bereits ein Bodenaufbau in Form einer Terrasse vorhanden?
    • Muss ein Fundament gegossen werden? Welche Art des Fundaments ist geplant? (Punktfundament, Streifenfundament?)
    • Ausstattung des Kaltwintergartens: Welchen Bodenbelag möchten Sie verbauen? Womit soll der Kaltwintergarten beheizt werden? Welche Beschattung haben Sie vorgesehen? Außenliegende Markisen, oder inliegende Jalousien?
    • Werden Sie alle anfallenden Arbeiten in Eigenleistung erledigen, oder müssen Sie eine Firma beauftragen?
    • Falls eine Baugenehmigung erforderlich ist, fallen hierfür auch Kosten an. Diese variieren von Bundesland zu Bundesland.

    Um einen Schätzwert zu ermitteln, können Sie für den Kauf und die Installation des Kaltwintergartens mit Kosten von ungefähr 400 € bis 800 € pro m² rechnen.

    Ein Kaltwintergarten kann beheizt werden, allerdings müssen Sie folgendes beachten:

    • Der Kaltwintergarten darf nicht mit einer an das Heizsystem des Hauses gekoppelten Heizung ausgestattet sein, denn ansonsten handelt es sich um einen Warmwintergarten.
    • Für das Beheizen des Kaltwintergartens können mobile Heizgeräte wie z. B. Elektro-Heizlüfter, Heizstrahler oder auch Infrarot-Heizsysteme genutzt werden.
    • Die Kosten, die durch das Heizen des Kaltwintergartens entstehen, sind schwierig zu kalkulieren.
    • Es wird trotz mobiler Heizung kaum möglich sein, im Kaltwintergarten eine konstante Temperatur zu halten, da der kalte Wintergarten nicht gedämmt ist.

    Für die Temperatur in den verschiedenen Wintergarten-Typen gibt es klare Richtwerte:

    1. Kaltwintergarten 0 bis 12 Grad Celsius

    2. Mittelwarmer Wintergarten 12 bis 19 Grad Celsius

    3. Warm- oder Wohnwintergarten ab 19 Grad Celsius

    Vor Beginn der Planung sollten Sie sich darüber im Klaren sein, wie Sie den Kaltwintergarten – oder auch Sommergarten genannt – nutzen möchten. Wenn Sie viel Zeit auf der Terrasse oder im Garten verbringen, und diese Zeitspanne gerne ausweiten möchten, dann ist ein Kaltwintergarten sinnvoll. Er verspricht ebenfalls einen hohen Nutzen, wenn die Terrasse auf der Wetterseite des Hauses liegt, und somit häufigen Wind- und Regenfronten ausgesetzt ist.

    Nutzungsmöglichkeiten für Ihren kalten Wintergarten im Überblick:

    • Schutz der Kübelpflanzen in den kalten Wintermonaten
    • Zusätzlicher Raum für das Lagern der Gartenmöbel
    • Verlängerung der Terrassensaison an kühleren Frühlings- bzw. Sommerabenden und bei ungünstigen Wetterlagen

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